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Symptome Zwangsstörung

Zwangsstörungen

Psychische Störungen - Psychische Krankheiten - Psychiatrische Krankheiten - Störungsbilder - Krankheitsbilder

Zwangsgedanken - Zwangshandlungen

Einleitung in das Thema Zwangsstörung

Zwänge mit subklinischen Charakter sind relativ häufig. Besorgniserregend wird es dann, wenn die Zwangsgedanken oder/und die Zwangshandlungen zu einer deutlichen Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen.

Symptomatik der Zwangsstörungen

Nach den Kriterien des DSM IV gelten folgende Merkmale für eine Zwangsstörung:

  • Es gibt einen inneren, subjektiven Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun
  • Es gibt einen Widerstand (bzw. Versuch zu widerstehen) der Person gegen diesen Drang
  • Es besteht Einsicht in die Sinnlosigkeit dieser Gedanken oder/und Handlungen
  • Es bestehen erhebliche Belastungen bzw. Beeinträchtigungen durch die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen


Zwangshandlungen sind meist immer gleich ablaufende und wiederholte Ausführungen bestimmter Handlungsweisen (meist sind es Reinigungs- und Kontroll-Zwänge).

Zwangsgedanken können zwanghafte Gedanken, Impulse und Bilder sein.

Epidemiologie der Zwangsstörung

Meistens treten Zwangsgedanken und Zwangshandlungen zusammen auf. In 10-25 % der Fälle sind Zwangsgedanken allein, und bei ca. 5% sind Zwangshandlungen allein zu beobachten.

Man kann davon ausgehen, daß Zwangsstörungen bei Frauen und Männern gleich ungefähr gleich oft vorkommen.

Zu weiteren fundierten Aussagen können bis heute gemachte Studien nicht beitragen.

Verlauf der Zwangsstörung

Signifikant ist, daß bei einem Drittel der Zwangspatienten es vorher neurotische Störungen gab. Der durchschnittliche Beginn der Zwangsstörung liegt bei ca. 23 Jahren. Kontrollzwänge (meist Männer) beginnen meist mit ca. 18 Jahren, die Waschzwänge (meist bei Frauen) beginnen erst mit ca. 27 Jahren. Wie bei den meisten anderen psychischen Störungen auch, versuchen die Zwangspatienten ihre Störung zu verbergen oder sie versuchen sich damit zu arrangieren.

Ca. 30 % der Patienten mit Zwangsstörungen erfüllen auch die Kriterien einer Depression. Bei 30 % der Patienten werden soziale Ängste diagnostiziert.

Intervention bei Patienten mit Zwangsstoerungen

Psychoanalyse: Nicht zu empfehlen bei Zwangsstörungen

Als Methode der Wahl bei der Behandlung von Zwangsstörungen gilt das Verfahren der Konfrontation und Reaktionsverhinderung.
Das Prinzip dabei ist, daß der Patient mit denjenigen Situationen konfrontiert wird, die seine Zwangshandlungen auslösen (z.B. Schließen des Kühlschranks --> Kontrolle, ob auch wirklich geschlossen). Der Patient darf danach nicht die Zwangshandlung ausführen, die kurzfristig seine Angst und Unruhe senken würde. Dabei erlebt der Patient, daß mit der Zeit seine Angst nachläßt, obwohl die Zwangshandlungen nicht ausgeführt werden. Dies geht mit einem Gefühl der Erleichterung einher und einer Erhöhung der Kompetenz im Umgang mit dem Problem. Wichtig dabei auch ist, daß die Patienten lernen angstfreie Verhaltensalternativen zu entwickeln (Anmerkung: was im Grunde aber ja gegen den Sinn des Konfrontationsprinzips steht).
Auch hier gibt es innerhalb des Verfahrens verschiedene Ansätze des Vorgehens (siehe Angststörungen).

Zur Behandlung von Patienten mit Zwangsgedanken

Üblicherweise drei Prinzipien:
Die erfolgreiche Therapie von Patienten mit Zwangsgedanken beinhaltet, daß der funktionelle Zusammenhang zwischen diesen Gedanken mit anderen Kognitionen bzw. Situationen erfasst wird. Notwendig ist es dann eine kognitive Umstruktuierung vorzunehmen (möglichst im natürlichem Umfeld).






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