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Ursachen der Schizophrenie
Bei der Schizophrenie handelt es sich nicht um eine Ursache, sondern um das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Ein genetischer Faktor zeigt sich durch das erhöhte Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, wenn ein Verwandter ebenfalls erkrankt ist. Die Zahlen reichen dabei von einem Erkrankungsrisiko von 7-9% bei Kindern und Geschwistern bis zu 44% bei eineiigen Zwillingen. Dies zeigt jedoch nur eine Disposition (genetisch bedingte Veranlagung) zur Schizophrenie. Auch biologische Faktoren (frühkindliche Hirnschädigungen, Infektionen in der Kindheit, erhöhtes Vorkommen des Neurotransmitters Dopamin) und Bedingungen der Umwelt (Stress, Erziehungsstile der Eltern, belastende Lebensereignisse, fehlendes soziales Netzwerk) spielen eine Rolle. Die Disposition (Anfälligkeit) zur Erkrankung muss also mit belastenden Ereignissen zusammentreffen (Diathese-Stress-Modell oder Vulnerabilitäts-Stress-Modell). Ein einzelner der aufgezählten Faktoren genügt nicht als Auslöser.
Verlauf der Schizophrenie
Schizophrenie kann in jedem Alter erstmalig auftreten, am häufigsten jedoch zwischen dem 15. und dem 35. Lebensjahr. Der Beginn kann akut sein (oft nach besonders schweren psychischen Belastungen) oder schleichend (mit zunächst unbeachteten Prodromalsymptomen wie sozialer Rückzug, Empfindlichkeit, eigenartigem Verhalten und Interesselosigkeit). Prodromalphase bezeichnet damit die Phase vor dem eigentlichen Beginn. Dabei findet man zwar schon eine Vielzahl von Symptomen, aber nicht die eigentlichen Hauptsymptome, weswegen diese Phase zuerst nicht richtig eingeschätzt wird und erst im Rückblick als solche benannt werden kann.
Ebenso verschieden gestaltet sich der Verlauf. Bei etwa einem Viertel der Fälle handelt es sich um eine einmalige Episode ohne anschließende Beeinträchtigung (vollständige Remission). Der Rest erkrankt mehrmals, die Krankheit verläuft dabei in Schüben. Zwischen den einzelnen Krankheitsschüben gibt es symptomfreie Phasen, deren Länge unterschiedlich ist und die mehrere Jahre andauern können (aber auch wesentlich kürzer). Auch die Beeinträchtigung innerhalb dieser Phasen ist unterschiedlich, sie reicht von vollständiger Beschwerdelosigkeit (episodisch remittierend) über gleichbleibende Beeinträchtigung (stabiles Residuum) bis zu sich nach jedem Schub steigender Beeinträchtigung (zunehmendes Residuum).
Paranoide Schizophrenie, Hebephrene Schizophrenie, Katatone Schizophrenie
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