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Posttraumatische Belastungsstörung

Psychische Störungen - Psychische Krankheiten - Psychiatrische Krankheiten - Störungsbilder - Krankheitsbilder


Übersicht und Inhalt des Themas Posttraumatische Belastungsstörung (wird ausgebaut)


  • Einleitung in das Thema Posttraumatische Belastungsstörung
  • Interventionen bei der Posttraumatischen Belastungsstörung
  • Posttraumatische Belastungsstörung

    Einleitung in das Thema Posttraumatische Belastungsstörung

    Die Posttraumatische Belastungsstörung kann Folge eines sehr einschneidenden Erlebnisses sein (wie z.B. Kriegserfahrungen, physische Gewalt, schwere Unfälle, Naturkatastrophen oder sexuelle Übergriffe). Frühere Bezeichnungen waren etwa Kriegsneurose, Unfallneurose oder Rentenneurose. Durch Untersuchungen an den Soldaten während und nach den beiden Weltkriege und in Vietnam kam es zu vielen Forschungsergebnissen. Auch die in die Öffentlichkeit tretenden Themen der sexuellen Gewalt an Kinder und Frauen startete viele Forschungen.

    Beschreibung der Posttraumatischen Belastungsstörung

    Das DSM IV definiert drei Symptomgruppen der Posttraumatischen Belastungsstörung:

    • Intrusives Wiedererleben (mind. ein Symptom): Das traumatische Erlebnis wird von der Person im Wachen oder Schlafen auf belastende Weise wiedererlebt. Dabei können nur belastende Gedanken auftreten, oder die Person kann während des Wiedererlebens nicht unterscheiden, ob es sich um Realität oder Illusion handelt. Stimuli, die an das Trauma erinnern lösen schweres Leid aus.
    • Vermeidung und reduzierte emotionale Reagibilität (mind. drei Symptome): Die Patienten vermeiden alles was mit dem Trauma in Verbindung gebracht werden könnte. Die Personen leiden auch an emotionaler Abgestumpftheit, haben ein geringeres Interesse an vorher wichtigen Aktivitäten. Auch zeigen sie Gefühle der Entfremdung.
    • Übererregtheit (mind. zwei Symptome): Die Betroffenen zeigen erhöhte Reizbarkeit und Vigilanz, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und übertriebene Schreckreaktionen.


    Die Symptome müssen über einen Monat vorliege und sie müssen klinisch bedeutsame Belastungen oder Beeinträchtigungen in wichtigen Lebensbereichen hervorrufen. DSM IV und ICD 10 sind sich nicht ganz einig, auf welche Symptomgruppe der Schwerpunkt bei der Diagnose gelegt werden soll. (DSM IV legt Schwerpunkt auf Vermeidung und reduzierte emotionale Reagibilität, das ICD 10 auf das intrusive Wiedererleben des Traumas.

    Epidemiologie der Posttraumatischen Belastungsstörung

    Studien belegen Lebenszeitprävalenzen von 1-9% (tja, genauer gehts leider nicht). Ältere Personen scheinen weniger anfällig für das Ausbilden einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu sein. Die häufigsten Symptome scheinen erhöhte Schreckhaftigkeit und Wiedererleben des Traumas zu sein.
    Zusammengefaßt ergeben sich folgende Dimensionen der Schwere eines Traumas (Green,1990):1) Bedrohung des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit, 2) schwerer körperlicher Schaden/Verletzung, 3) mit Absicht verletzt werden/zu Schaden kommen, 4) grotesk schrecklichen Ereignissen ausgesetzt sein, 5) Gewalt gegenüber geliebten Personen beobachten/davon hören, 6) erfahren, daß man einer schädlichen Substanz ausgesetzt war, 7) jemanden töten oder schwer schädigen.
    Ein sehr wichtiger Indikator für die Dauerhaftigkeit der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Opfern von Gewalttaten war, ob sich die Betroffenen während des Traumas dem Täter völlig unterworfen und sich um jegliche Autonomie gebracht fühlten, also sich selbst aufgaben.

    Verlauf der Posttraumatischen Belastungsstörung

    Im DSM IV wird zwischen akuter (kürzer als 3 Monate andauernd) und chronischer (länger als 3 Monate andauernd) Posttraumatischer Belastungsstörung. Studien zeigten, daß es bei ca. 40-50% aller Betroffenen mit posttraumatischen Symptomen zu einer Chronifizierung kommt.

    Treten die posttraumatischen Symptome nur 2-30 Tage auf diagnostiziert das DSM IV die akute Belastungsstörung.
    Betroffene mit Posttraumatischer Belastungsstörung zeigen ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung von anderen Angststörungen (siehe auch Angststörung). Auch affektive Störungen, Somatisierung und Substanzmißbrauch treten vermehrt auf.

    Buchempfehlungen zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung

    Posttraumatische Belastungsstörung. Leitlinie und Quellentext von Guido Flatten, Ursula Gast, Arne Hofmann.

    Gottfried Fischer:
    Neue Wege aus dem Trauma
    Siegfried Petry:
    Erlebnisgedächtnis und Posttraumatische Störungen.
    Begleitetes Wiedererleben als Therapie
    Luise Reddemann:
    Trauma





    News zu PTBS:
    Neue Therapie bei PTBS
    Krieg Posttraumatische Belastungsstörung






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