Emailberatung Telefonberatung Krankheitsbilder Buchempfehlungen Impressum Psychonews |
EßstörungEpidemiologie und Verlauf der Eßstörung EßstörungEpidemiologie der EßstörungBei der Bulimie liegen die Prävalenzen zwischen 1 und 3% für Frauen zwischen 18 und 35 (im angelsächsischen Raum). In (West)Deutschland wird sie für alle Frauen insgesamt auf ca. 2,8% geschätzt. 1% sind Männer. Bei der Bulimie geht man davon aus, daß das Vorkommen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und weiter zunehmen wird. Sowohl Anorexie als auch Bulimie sind überwiedend in der Mittel- und Oberschicht anzutreffen und einzelne Symptome bei jungen Frauen weit verbreitet. Das oft unüberlegt übernommene vorherrschende Schönheitsideal bringt viele dazu ihr eigenes Körpergewicht durch gesundheitsschädliche Maßnahmen zu senken. Viele Frauen ohne Diagnose einer Eßstörung erwirken regelmäßig Erbrechen, mißbrauchen Laxantien (Abführmittel), Appetitzügler und Diuretika, und sie haben nicht selten Eßanfälle. Verlauf der EßstörungBei der Bulimia nervosa liegt der Beginn meist im frühen Erwachsenenalter. Ungefähr 75% der Fälle beginnen vor dem 22 Lebensjahr. Ca. die Hälfte der Betroffenen hatte vorher eine Anorexia nervosa. Der Verlauf der Bulimia nervosa wurde bisher noch recht wenig untersucht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer liegt bei ca. 5 Jahren, bevor zum erstenmal eine Behandlung aufgenommen wird. Ein Drittel der Betroffenen litt vorher seit mehr als 10 Jahre an Bulimie. Nach 2 Jahren stationärer Therapie zeigte sich bei 40 % eine deutliche Besserung, bei 20 % gab es eine teilweise Verbesserung und 40 % wurden chronisch krank (Fallon,Fichter,1991). Man kann davon ausgehen, daß bei den Eßstörungen im Verlauf oft auch depressive Symptome bzw. affektive Erkrankungen auftreten. Auch zwanghafte Symptome bzw. Erkrankungen sind nicht selten. Buchempfehlungen zum Thema Eßstörungen (für weitere Infos bitte aufs Buch klicken):
|