Borderline Persönlichkeitsstörung

Borderline und Suizid / Selbstmord / Selbstverletzendes Verhalten

Borderline und Selbstverletzendes Verhalten; Borderline und Suizid / Selbstmord. Übersicht zum Thema Borderlinestörung, Symptome Borderline-Syndrom.

Borderline und Selbstverletzendes Verhalten

Die häufigsten Arten der Selbstverletzung (also eines Verhaltens, bei dem die betroffenen Personen sich selbst absichtlich Wunden zufügen) sind das Ritzen (Aufschneiden oder Einritzen der Haut, meist der Unterarme, mit Messern oder Rasierklingen) und das Verbrennen (z.B. die Hände über eine brennende Kerze halten). Es kommen aber auch andere Formen vor, zum Beispiel das Schlagen des Kopfes an die Wand (kommt auch bei Autistischen Kindern vor), das Ausreißen der Kopfhaare (siehe Trichotillomanie) oder das Beißen in Arme oder Lippen.
Die Motivation zu diesen Selbstverletzungen ist ganz unterschiedlich: die Leere in sich selbst nicht mehr aushalten können, sich lebendig fühlen, sich betäuben, sich selbst bestrafen, Spannungen abbauen, sich real fühlen, Hilferufe aussenden.
Selbstverletzendes Verhalten kommt aber auch bei anderen Störungen vor, z.B. nach Missbrauchserfahrungen und anderen traumatischen Erlebnissen. Zahlen zur Häufigkeit in Deutschland sind nicht sehr zuverlässig, da viele Betroffene sich schämen und die Wunden anschließend nach Möglichkeit verbergen bzw. Ausreden suchen. Es ist jedoch die Rede von 1% der Gesamtbevölkerung in Deutschland sowie einer Überzahl der Frauen gegenüber den Männern von ca. 3:1. Es wird vermutet, dass sich bis zu 80% der Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung selbst verletzen.

Borderline und Suizid / Selbstmord

Laut verschiedener Statistiken bringen sich 10% der Borderline-Patienten um. Meist wird ein Selbstmord (siehe auch das Thema Selbstmord) vorher angekündigt, stellt einen Hilferuf an nahestehende Personen dar. Die Meinung "Wer vorher davon spricht, der macht es nicht" ist falsch. Ca 80% der Selbstmorde werden vorher angekündigt. Nach Pöldinger gibt es verschiedene, aufeinanderfolgende Phasen: Erwägung (die Möglichkeit eines Selbstmordes wird in Betracht gezogen), Ambivalenz (hier kommt es zu Hilferufen an die Umgebung, das Für und Wider wird gegeneinander aufgerechnet) und Entschluss. Ist der Entschluss gefasst, wirkt der Betroffene ruhiger, wodurch die Angehörigen sich in (falscher) Sicherheit wiegen und ihre Angst verlieren.

Weitere Informationen zu Borderline

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