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Soziale PhobieBeschreibung der Störung SozialphobieWir sprechen von Angst - die ja in bestimmten Situationen völlig normal ist - als pathologische Angst, wenn folgende Diagnosekriterien (bzw. Richtlinien) zutreffen:
Die Soziale Phobie kann dabei auf drei Ebenen beschrieben werden:
Soziale Phobie: Epidemiologie und VerlaufCa. 25% der Phobien in der klinischen Praxis sind Fälle der Störung Sozialphobie bzw. Soziophobie (ca. 50% Agoraphobien, ca. 25% spezifische Phobien).In den USA zeigte sich eine sechs-Monats-Prävalenzrate von 1-2% für soziale Phobien. Diese Raten sind höchstwahrscheinlich auf Europa aber nicht z.B. auf Afrika übertragbar. In verschiedenen afrikanischen Staaten findet man kaum Phobien. In den westlichen Industrienationen zeigen Frauen eine höhere Rate der Soziophobie zu entwickeln: Etwa 60% der Erkrankten sind Frauen. Verlauf der SozialphobieDer Beginn liegt kurz nach der Pubertät im Altersdurchschnitt von ca. 19 Jahren und nimmt mit dem Älterwerden zu. Es ist selten, daß die Störung nach dem 30. Lebensjahr beginnt. Die Umstände des Beginns dürften meist ungünstige Lernerfahrungen sein: ca. 60% der Aussagen von Sozialphobikern führten ihre Ängste auf solche direkten Konditionierungen zurück (ca 15% sagten Modellernen, 5% kognitive Faktoren( aufgrund von Aussagen anderer, ca. 25% konnten keine Umstände nennen).Der Verlauf bei der Störung Soziale Phobie ist meistens chronisch und lebenslang, wenn die Person sich nicht behandeln läßt oder diese Ängste selbst behandelt. Für Betroffene mit sozialen Phobien ist es charakteristisch, daß sie sehr stark vermeiden. Sie nehmen kaum an sozialen Veranstaltungen teil, nehmen sich selbst als scheu wahr (werden auch von anderen so gesehen), erscheinen zurückgezogen und einsam. Auf der psychophysiologischen Ebene treten oft Symptome auf wie Erröten, Schwitzen und Zittern) und sekundär auch häufiger Alkoholmißbrauch. Es gilt abzuklären, ob die soziale Phobie primär (Angstreaktionen in einem breiten Spektrum sozialer Situationen), oder ob sie sekundär ist (schwere Mängel in sozialen Fertigkeiten, die wiederum Angst auslösen können). Danach richtet sich das therapeutische Vorgehen. |
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