Ärztliche Seelsorge

Buchvorstellung: Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor E. Frankl.

1946 ('82 überarbeitet): Erscheinen von Viktor E. Frankls Buch Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse. Mehr zu Viktor E. Frankl und seiner Logotherapie.

Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse.

von Viktor Frankl

Vorbemerkung von Sigmund Freud zu Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse:

Die "Ärztliche Seelsorge", in der Viktor Frankl seine zentralen Thesen festhält, ist eines seiner Hauptwerke Viktor Frankls: ein engagierter Aufruf zur Entmythologisierung der Psychotherapie und zur Rehumanisierung der Medizin. Der in den dreißiger Jahren entstandene Text wurde 1946 erstmals veröffentlicht und zuletzt 1982 leicht überarbeitet. Im Vorwort schrieb Frankl damals: "Aber das Buch soll, wie gesagt, nicht nur immer, sondern auch wieder aktuell sein. Dies mag zumindest von einem Kapitel wie dem der 'Arbeitslosigkeitsneurose' gewidmeten gelten, und wir müssen froh sein, wenn uns erspart bleibt, daß auch noch das Kapitel 'Zur Psychologie des Konzentrationslagers' je wieder aktuell wird." Zum 100. Geburtstag von Viktor Frankl am 26. März 2004 erschien diese Neuausgabe, erstmals ergänzt mit den "Zehn Thesen über die Person".

Auszug aus Ärztliche Seelsorge von Viktor E. Frankl. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Editorische Notiz
1 Zur 11., überarbeiteten Neuauflage der Ärztlichen Seelsorge
Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um die erste erweiterte Neuauflage der Ärztlichen Seelsorge, die nicht mehr von Viktor Frankl selbst überarbeitet wurde. Geändert wurde gegenüber den früheren Auflagen des Buches - neben der im Anhang abgedruckten Abhandlung Zehn Thesen über die Person (Frankl 1950) - die Systematisierung der fünfzig Ergänzungen und Anmerkungen, die Viktor Frankl der 1., 9. und 10. Auflage der Ärztlichen Seelsorge anfügte. Aus drucktechnischen Gründen wurden die Anmerkungen seinerzeit nicht in den Haupttext des Buches aufgenommen, sondern in einem fortlaufend erweiterten Endnotenapparat an das Buchende gesetzt. Das beeinträchtigte nicht nur ihre Zugänglichkeit, sondern erschwerte auch ihre Zuordung zum Haupttext, zumal bisher mit jeder erweiterten Ausgabe der Ärztlichen Seelsorge ein jeweils eigener Anhang erstellt wurde, der die Anmerkungen Frankls nach erweiterter Neuauflage und nicht nach ihren Bezugspunkten im Haupttext gliederte.
In der vorliegenden überarbeiteten Neuauflage wurden die Anmerkungen nun erstmals vereinheitlicht und gemeinsam mit den Fußnoten der vorherigen Auflagen an das Ende der einzelnen Kapitel gestellt. Um zugleich die werkgeschichtliche Kontinuität der Ärztlichen Seelsorge zu wahren, wurden die Endnoten mit dem Nachweis der ursprünglichen Anmerkungsziffer versehen. Jede Endnote ist daher zweifach nummeriert: Die erste, kennzeichnende Nummerierung verweist auf die Textstelle, auf die sich die Anmerkung bezieht; die zweite Nummerierung am Textende verweist auf die ursprüngliche Referenzziffer der zu Lebzeiten Frankls erschienenen Auflagen der Ärztlichen Seelsorge; auch die vormaligen Fußnoten sind als solche gekennzeichnet. Alle editorischen Hinweise sind in eckige Klammern gesetzt.

In einem neuen Anhang wurde ein Text aufgenommen, der bislang noch nicht gemeinsam mit der Ärztlichen Seelsorge veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um ein überarbeitetes Referat, das Frankl 1950 im Rahmen der Salzburger Hochschulwochen als einleitenden Diskussionsbeitrag vor einer Gesprächsrunde (mit Dr. P. Ildefons Betschart OSB, Dr. Alois Dempf und DDr. Leo Gabriel) hielt. Die Zehn Thesen über die Person zählen zu den philosophisch-anthropologischen Grundtexten der Logotherapie und Existenzanalyse: Frankl vertieft darin das dimensionalontologische Menschenbild, dessen weiterreichende philosophische und anthropologische Implikationen er in zehn Thesen zusammenfaßt. Unter anderem nimmt Frankl in dem Referat eine detaillierte argumentative Herleitung von zwei zentralen logotherapeutischen Postulaten vor: dem psychotherapeutischen Credo und psychiatrischen Credo. Sind diese Postulate in der Ärztlichen Seelsorge bereits inhaltlich angelegt und vorweggenommen, so werden sie in den Zehn Thesen über die Person zusätzlich in den Gesamtzusammenhang von Frankls philosophischer und psychologischer Anthropologie gestellt.


Die vorliegende Auflage der Ärztlichen Seelsorge ist eine historische Ausgabe. Das bedeutet, daß die bibliographischen Referenzen nicht aktualisiert und Autoren- und Sachverzeichnis nicht erweitert wurden; auch Verweise auf zum Datum des Verfassens zeitgemäße ärztliche Eingriffe - die in den vorliegenden Texten ohnehin mehr illustrativen als indikatorischen Charakter haben - wurden nicht redigiert.
Im Anhang dieses Buches findet sich eine aktuelle Bibliographie der erhältlichen deutschsprachigen Bücher Viktor Frankls. Die noch in den vorangegangenen Auflagen in einem eigenen Anhang abgedruckte Bibliographie der logotherapeutischen Sekundärliteratur wurde aufgrund ihres mittlerweile beträchtlichen Umfangs nicht mehr in die vorliegende Auflage aufgenommen. Die vollständige Bibliographie zur Sekundärliteratur kann nun auf der Webseite des Viktor-Frankl-Instituts in Wien eingesehen werden. Hier findet der Leser neben allgemeinen Informationen und aktuellen Mitteilungen aus der logotherapeutischen Forschung und Praxis auch eine internationale Adressenliste der vom Viktor-Frankl-Institut anerkannten Gesellschaften und Institute, die Psychotherapie- und Beratungsausbildungen in Logotherapie und Existenzanalyse in der von Viktor Frankl konzipierten Form anbieten.
Alexander Batthyany, Viktor-Frankl-Institut, Wien


Über Viktor Frankl:
Viktor E. Frankl, geboren am 26. März 1905, war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien, zugleich Professor für die von ihm begründete Logotherapie an der International University in Kalifornien. Frankl hatte außerdem Professuren an der Harvard University, an der Standford University und an Universitäten in Dallas und Pittsburgh inne.
1946 erscheinen Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager - Trotzdem Ja zum Leben sagen und Ärztliche Seelsorge; Autobiographie Frankls Lebenserinnerungen. Was nicht in meinen Büchern steht, 1995.
Vortragsreisen führten ihn nach Amerika, Australien, Asien und Afrika. 25 Jahre hindurch war Professor Frankl Vorstand der Wiener neurologischen Poliklinik, und seit ihrer Gründung war er Präsident der Österreichischen Ärztegesellschaft für Psychotherapie. Er starb am 2. September 1997 in Wien.
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Ärztliche Seelsorge.
Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse.
von Viktor Frankl


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(c) by Diplom-Psychologe Christian Hilscher (2006)


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