Carbamazepin

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Carbamazepin ist ein Antiepileptikum

Gegenanzeigen bei Carbamazepin



Carbamazepin

Gegenanzeigen / Warnhinweise - Carbamazepin

Knochenmarksschädigung, Blutbildungsstörung, Knochenmarkdepression in der Vorgeschichte, atrioventrikulärer Block, Paragruppenallergie, bekannte Überempfindlichkeit gegen Carbamazepin oder andere Bestandteile des Medikamentes oder gegen trizyklische Antidepressiva, akute intermittierende Porphyrie. Bei gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmern und/oder Voriconazol.

Anwendungsbeschränkungen von Carbamazepin

Patienten mit Absencen. Frühere oder bestehende hämatologische Erkrankung, hämatologische Reaktionen auf andere Arzneimittel in der Vorgeschichte, gestörter Na-Stoffwechsel - Elektrolytstörung, Hyponatriämie, Herzkrankheit, schwere Herz-, Leber- und Nierenfunktionsstörung, Patienten mit myotoner Dystrophie. Bei Auftreten bestimmter Nebenwirkungen bzw. Symptome kurzfristige Kontraindikation erforderlich/Absetzung erwägen. Regelmäßige Kontrolle von Blutbild, Nieren- und Leberfunktion, Carbamazepin-Spiegel sowie bei Kombinationstherapie Kontrolle der Plasmakonzentration der anderen Antiepileptika. Engwinkelglaukom, Glaukom - Vorsicht wegen anticholinerger Effekte von Carbamazepin - Augeninnendruck regelmäßig messen, Fruktose-Intoleranz, Frauen im gebärfähigen Alter. Im Anwendungsgebiet „Alkoholentzugssyndrom“ nur unter stationären Bedingungen. In Kombination mit Lithium zur Prophylaxe manisch-depressiver Phasen darauf achten, dass eine bestimmte Plasmakonzentration von Carbamazepin nicht überschritten wird (8µg/ml), der Lithiumspiegel in einem niedrigen therapeutischen Bereich gehalten wird (0,3-0,8mval/L) und eine Behandlung mit Neuroleptika länger als 8 Wochen zurückliegt. Schutz vor starken Sonneneinstrahlung - Photosensibilisierung. Bei Patienten über 65 oder unter 6 Jahren nicht zu empfehlen oder nur unter strenger Indikationsstellung.

In der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation. Im Tierversuch teratogen; beim Menschen: Spina bifida (1%), Hypoplasie der Fingernägel, Lidfalten, kraniofaziale Defekte wie Mikrozephalie, kurze Nase, schräge Lidspalten, ferner Entwicklungsstörungen, Meningomyelozele bei Exposition im ersten Trimenon (Inzidenz 1% der Exponierten, alpha1-Fetoprotein bestimmen); wegen der schweren Störwirkungen in der gesamten Schwangerschaft relativ kontraindiziert; nur bei Wirkungslosigkeit der klassischen Antiepileptika und bei Trigeminus-Neuralgie verwenden; besonders zwischen dem 20. und 40. Tag der Schwangerschaft ist die Dosis so niedrig wie möglich zu halten, möglichst als Monotherapie; um hohe Spitzenkonzentrationen zu vermeiden, ist die Tagesdosis auf mehrere kleine Dosierungen über den Tag zu verteilen, Plasmaspiegel sollen regelmäßig kontrolliert werden und im unteren Bereich liegen (3-7 µg/ml); ggf. Folsäuresubstitution.
Während der Stillzeit: strenge Indikationsstellung; zur Vermeidung von Blutungskomplikationen bei Neugeborenen prophylaktisch in den letzten Wochen der Schwangerschaft Vitamin K für die Mutter und nach der Geburt für das Neugeborene empfohlen.

Carbamazepin Einordnung unter: Antiepileptika - Carboxamid-Derivate. Nebenwirkungen von Carbamazepin, Carbamazepin Wechselwirkungen.

Hinweise !


Psychopharmaka - Psychopharmaka-Nebenwirkungen - Psychopharmaka Gegenanzeigen
Home
Index
Email-Beratung







Telefon Beratung
Impressum




Telefonberatung

bei psychischen Problemen