Stress-Forschung

Stress und Brustkrebs

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Stress verbunden mit aggressiven Brustkrebs

Eine neue Studie sagt, dass psychologischer Stress eine Rolle in der Entwicklung von aggressiven Brustkrebs besonders unter Minderheitspopulationen spielen kann.

"Wir stellten fest, dass nach der Diagnose, schwarze und lateinamerikanische Brustkrebspatienten über höhere Stress-Level als Weiße berichteten, und dass Stress mit der Tumor-Aggressivität verbunden werden kann", sagte Garth H.

Rauscher, Ph.D., außerordentlicher Professor der Epidemiologie an der School of Public Health Universität of Illinois in Chicago.

Rauscher und Kollegen studierten die berichteten Wahrnehmungen der Patienten über Ängste, Sorgen und Isolierung, zusammengefasst: psychosozialer Stress, und die Verbindung mit der Brustkrebs-Aggressivität.

Er merkte an, dass die Stress-Level der Patienten zwei bis drei Monate nach der Diagnose geprüft worden.

Die Forscher untersuchten beinahe 1.000 vor kurzem diagnostizierten Brustkrebspatienten; von diesen waren 411 nicht-lateinamerikanische Schwarze, 397 waren nicht-lateinamerikanische Weiße, und 181 war lateinamerikanisch.

Die Forscher entdeckten, dass psychosoziale Stress-Werte höher bei schwarzen und lateinamerikanischen Patienten waren, verglichen mit weissen Patienten.

"Jene, die übere höhere Ebenen von Stress berichteten, tendierten dazu, mehr aggressive Tumore zu entwickeln. Jedoch, was wir nicht wissen: wenn wir ihnen ein Jahr oder fünf Jahre dieselbe Frage vor der Diagnose gestellt hätten, ob wir denselben Zusammenhang zwischen Stress und Brustkrebs-Aggressivität gesehen hätten?

"Er ist nicht klar, was diese Verbindung antreibt. Es könnte sein, dass das Niveau des Stresses im Leben dieser Patienten die Tumor-Aggressivität beeinflusste.

"Er kann auch sein, dass mit einem aggressiveren Tumor diagnostiziert zu werden, mit einer Besorgnis erregenderen Diagnose und stressenderen Behandlungen, die Berichte über Stress beeinflusste. Es kann sein, dass beides eine Rolle in der Verbindung spielen.

"Wir kennen die Antwort auf diese Frage nicht", sagte Rauscher.

Diese Forschungsergebniss werden bei der vierten American Association for Cancer Research (AACR) Conference on The Science of Cancer Health Disparities gezeigt.
Quelle: American Association for Cancer Research, Sept. 2011
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