Schlafstörungen

Schlafmangel

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Hunger durch Schlafmangel

Schwedische Forscher haben entdeckt, dass Schlafmangel eine mit dem Appetit verbundene Gehirnregion aktivieren kann.

Die Forscher stellten insbesondere fest, dass diese Gehirnregion mehr bei Essensabbildungen nach einer Nacht des Schlafmangels aktiviert wurde, als nach einer Nacht normalen Schlafs.

Die Forscher glauben, dass dieser Befund zeigt, dass schlechte Schlafgewohnheiten das Risiko einer Person beeinflussen können, auf lange Sicht übergewichtig zu werden.

Die Befunde sind in The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism herausgegeben worden.

In vorherigen Forschungen haben die Neuro-Wissenschaftler Dr. Christ Benedict und Helgi Schiöth herausgefunden, dass eine einzelne Nacht des totalen Schlafverlustes bei jungen normalgewichtigen Männern den Energieaufwand des nächsten Morgens zügelte. Diese Forschungsergebnisse zeigten auch, dass die Teilnehmer ihren Hunger steigerten, was zeigt, dass ein akuter Mangel an Schlaf die Nahrungswahrnehmung des Menschen beeinflussen kann.

In der neuen Studie prüften die Forscher wie die Gehirn-Regionen, die an der Appetitempfindung beteiligt sind, von akutem Schlafverlust beeinflusst werden.

Die Forscher verwendeten funktionelle Kernspintomographie (fMRI), um die Gehirne von 12 normalgewichtigen Männern zu untersuchen, während sie Nahrungsabbildungen betrachteten. Die Forscher verglichen dann die Ergebnisse nach einer Nacht mit normalem Schlaf mit jenen, die eine Nacht ohne Schlaf waren.

Benedict sagte: " nach einer Nacht des totalen Schlafentzugs, zeigten diese Männer ein hohes Aktivierungsniveau in einem Bereich des Gehirns, der beteiligt ist am Verlangen nach Nahrung.

"Beachtend, dass unzulänglicher Schlaf ein wachsendes Problem in der modernen Gesellschaft ist, können unsere Ergebnisse erklären, warum schlechte Schlafgewohnheiten das Risiko der Leute beeinflussen können, Gewicht auf lange Sicht zuzulegen. Es kann deshalb wichtig sein, etwa acht Stunden jede Nacht zu schlafen, um ein stabiles und gesundes Körpergewicht beizubehalten."
Quelle: The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, Jan. 2012
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