Psychopharmaka

Nebenwirkungen von Psychopharmaka

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Psychiater müssen besser die Nebenwirkungen von Psychopharmaka überwachen

Forscher des Vereinigten Königreichs sagen, dass Psychiater in der Überwachung der Stoffwechselkonditionen besser werden müssen.

Einige Stoffwechselkonditionen sind unter Patienten mit psychischen Krankheiten verbreitet. Antipsychotische Psychopharmaka sind auch bekannt, eine Menge von medizinischen Komplikationen zu verursachen. Generell haben Psychopharmaka viele Nebenwirkungen.

Zum Beispiel: 60 Prozent der Personen, die antipsychotische Behandlung bei Schizophrenie erhalten, hat hohe Cholesterin-Werte, 40 Prozent haben hohen Blutdruck, und 30 Prozent ein Stoffwechselsyndrom.

Einige Experten schätzen, dass 90 Prozent von mit Antipsychotika behandelten Patienten mindestens einen Stoffwechselrisikofaktor hat. Deshalb sollten Patienten, die psychiatrisch betreut werden, unter regelmäßiger Bewachung stehen.

Die Forscher untersuchten 48 Studien (die fast 300.000 Personen betrafen), aus den Jahren 2000-2011 in fünf Ländern.

Die Befunde sind online in der Zeitschrift Psychological Medicine herausgegeben worden.

Die Forscher stellten fest, dass Psychiater Blutdruck und Triglyceride bei mehr als der Hälfte der Patienten überwachten, die sich in psychiatrischer Behandlung befanden. Jedoch wurden Cholesterin, Glucose und Gewichtskontrollen weniger als der Hälfte angeboten.

Die Überwachung war in den USA und dem Vereinigten Königreich und für sowohl stationäre Patienten als auch ambulante Patienten ähnlich.

Laut Dr. Alex Mitchell, einem Berater und Forscher an der Universität von Leicester "hebt diese Studie hervor, dass Psychiater nicht immer die Stoffwechselkomplikationen der verschriebenen Medikamente berücksichtigen. Mehrere Richtlinien heben den Bedarf nach regelmäßigen medizinischen Checks hervor, aber sogar nach der Freigabe der Richtlinien sind die Überwachungsraten niedrig geblieben besonders für jene Checks, die eine Blutprobe benötigen.

"Sogar in die meisten jüngsten Studien erhalten über ein Viertel der Patienten keine Gewichts- oder Blutdruckchecks. Eine Erklärung ist, dass die Verantwortung oft zwischen Psychiatrie und Allgemeinmedizin verloren geht. Wir empfehlen, dass das psychische Gesundheitspersonal physische Gesundheitchecks als obligatorischen Teil routinemäßiger Fürsorge festsetzen."
Quelle: Psychological Medicine, August 2011
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