PsychopharmakaAtypische Antipsychotika NebenwirkungenAutor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, CopyrightBei bipolarer Behandlung ignorieren Ärzte GesundheitsfaktorenEine neue Studie sagt, dass Ärzte bzw. Psychiater nicht immer wichtige Gesundheitsfaktoren in Betracht ziehen, wenn sie (Psychopharmaka-)Rezepte ausstellen.Die Studie erschien in der August Ausgabe der Zeitschrift Pharmacotherapys. Die retrospektive Studie über ambulante und stationäre Patientenberichte fand heraus, dass Ärzte selten die Stoffwechsel- oder vaskulären Risikofaktoren einer Person in Betracht zogen, wenn sie neuere atypische antipsychotische Psychopharmaka (mehr dazu hier) verordneten. Eine der größeren und üblichen Nebenwirkungen dieser Medikamente ist gesteigerte Gewichtszunahme bei Personen, die diese einnehmen. Verbunden mit anderen Faktoren, kann dies für jemanden ein gesteigertes Risiko für die Entwicklung von Diabetes bedeuten. In dieser Studie wurden die Psychopharmaka Olanzapin (Zyprexa), Risperidon (Risperdal) und Quetiapin (Seroquel) untersucht. Die Studie prüfte die Krankenblätter von 340 Erwachsenen, die eine Major-Depression-Störung mit psychotischen Merkmalen hatten, eine Bipolar I, Bipolar II, eine andere Bipolare Störung (mehr im ICD10) sonst nicht spezifiziert, oder eine schizoaffektive Störung in 2009 und 2010 zeigten.
Bipolare Störung verursacht oft bedeutsame Probleme im Leben einer Person; macht es für eine Person, wenn es unbehandelt bleibt, schwierig, zu arbeiten, eine stabile Beziehung zu führen oder zur Schule zu gehen. Wirksame Behandlung schließt oft eine Kombination von Psychopharmaka und Psychotherapie ein. Quelle: Pharmacotherapys, Jan. 2012 Kommentare (0) - Kommentar abgeben |
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