Psychiatrische Krankheiten

Einwanderer und psychiatrische Krankheiten

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Junge Immigranten haben höheres Risiko für Psychosen

Jüngste Forschungsergebnisse sagen, dass Immigration / Einwanderung, während der frühen Kindheit, mit einem höheren Risiko eine psychotische Störung zu entwickeln verbunden ist.

Die Studie unterstützt neuere Befunde, die psychotische Störungen wie Schizophrenie und Immigration verbanden. Die Forscher glauben, dass die psychische Verfassung von kleinen Kindern negativ durch ein traumatisches soziales, kulturelles Umfeld beeinflusst werden kann.

Kinder, die unter dem Alter von fünf Jahren einwanderten, hatten ein zweifach höheres Risiko für die Entwicklicg von psychiatrischen Störungen als jene, die im Alter von 10-14 Jahren einwanderten, und ein dreifach höheres Risiko als jene, die als Erwachsene einwanderten.

Die Studie von Forschern der Columbia University’s Mailman School of Public Health und dem Parnassia Psychiatric Institute in Den Haag, ist im American Journal of Psychiatry zu finden.

Die Forscher studierten die vier größten Immigrantengruppen der holländischen Stadt Den Haag: Immigranten aus Surinam, den Niederländischen Antillen ( Aruba, Curaçao und Sint Maarten), der Türkei und Marokko.

Die Forscher verglichen die Berichte über psychotische Störungen unter den Einwanderern, die in verschiedenen Altern einwanderten, in zweiter Generation und unter holländischen Staatsbürgern.

Die Bürger in der 2. Generation (in den Niederlande geborene Bürger mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil) wurden eingeschlossen, um zu bestimmen, ob Migration selbst zum Risiko beitrug oder ob die langfristige Erfahrung, zu einer ethnischen Minorität zu gehören, der relevantere Faktor ist.

Die Studienmethodologie schloss die Identifizierung jeden Bürgers von Den Haag im Alter von 15-54 ein, der sich in der 7-jährigen Periode von 1997 bis 2005 wegen einer möglichen psychotischen Störung an einen Arzt wandte.

Die Diagnosen wurden von zwei Psychiatern identifiziert und dann bestätigt. Mit irgendeiner Form einer Psychose diagnostizierte Patienten wurden in die Analyse einbezogen und entsprechend dem Land der Geburt und dem Land der Geburt der Eltern klassifiziert.

Insgesamt wurden 273 Immigranten, 119 Bürger in der 2.Generation und 226 holländische Staatsbürger mit einer Psychose diagnostiziert.

"Verglichen mit dem Risiko von psychotischen Störungen unter holländischen Staatsbürgern, war das Risiko unter Immigranten unter den nicht-westlichen Immigranten, die im Alter zwischen 0 und 4 Jahren einwanderten am höchsten", beobachtete Ezra Susser, M.D., DrPH.

"Wir stellten auch fest, dass das Risiko sich allmählich unter jenen verminderte, die im höheren Alter einwanderten, und dies war der Fall unter männlichen und weiblichen Immigranten und unter allen Immigrantengruppen der Studie."

Eine Studieneinschränkung schließt das Wissen ein, dass viele Faktoren zu einem gesteigerten Risiko einer psychiatrischen Krankheit beitragen können.

Zum Beispiel, wurde der Stress zu einer ethnischen Minderheit zu gehören berücksichtigt. Die Forscher entdeckten, dass Immigranten der 2. Generation höhere Raten von psychotischen Störungen als einheimische Niederländer haben.
Quelle: American Journal of Psychiatry, Jan. 2012
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