Kognitive Verhaltenstherapie

Fibromyalgie

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Verhaltenstherapie bei jugendlicher Fibromyalgie wirksam

Kognitive Verhaltenstherapie ist bei der Reduzierung der funktionellen Behinderung bei Jugendlichen mit juveniler Fibromyalgie dem Fibromyalgie Trainingsprogramm, nach einer online am 22. November in Arthritis & Rheumatism herausgegebenen Studie, überlegen.

Sushmita Kashikar Zuck, Ph.D. von der Cincinnati Children's Hospital Medical Center und Kollegen untersuchten die Sicherheit und Wirksamkeit einer Behandlung mit kognitiver Verhaltenstherapie im Vergleich mit einem Fibromyalgie-Trainingsprogramms bei der Reduzierung funktioneller Behinderung durch Schmerzen und depressive Symptome bei 114 (11 bis 18 Jahre alten) Jugendlichen mit Fibromyalgie. Nach einer acht Wochen dauernden Stabilisierung mit üblicher medizinischer Versorgung wurden die Patienten zufällig den Gruppen zugewiesen: um acht Wochen kognitive Verhaltenstherapie oder eine Ausbildung gegen Fibromyalgie zu erhalten, sowie zwei "Booster" Sitzungen. Die Ergebnisse (die Messwerte) wurden auf Ausgangsniveau, sofort nach der acht wöchigen Behandlungsphase und nach einer Nachtestung sechs Monate später ermittelt. Die Ermittler stellten fest, dass 87,7 Prozent der Teilnehmer die Behandlung über den gesamten Zeitraum beendete. In der Intention-to-treat-Analyse (d.h.: die Daten aller Patienten, die man vorher beabsichtigte (intention) zu behandeln (to treat) wurden nachher auch ausgewertet) zeigten, am Ende der Studie, die Patienten von beiden Gruppen eine bedeutende Reduzierung der funktionellen Behinderung durch Schmerzen und depressive Symptome. Jedoch war die kognitive Verhaltenstherapie bedeutend besser als das Fibromyalgie-Training die funktionelle Behinderung zu reduzieren. Beide Gruppen zeigten eine klinisch bedeutsame Reduktion von depressiven Symptomen und am Ende der Studie waren die mittleren Scores im nicht-depressiven Bereich. Keine Gruppe gelangte zu einer klinisch bedeutsamen Reduktion des Schmerzes (weniger als 30 Prozent Reduktion). Es gab keine studiengebundenen Nebenwirkungen.

"In dieser kontrollierten Untersuchung wurde herausgefunden, dass die kognitive Verhaltenstherapie eine sichere und wirksame Behandlung für die Reduzierung von funktioneller Behinderung und depressiven Symptomen bei Jugendlichen mit juveniler Fibromyalgie war", schreiben die Autoren.
Quelle: Arthritis & Rheumatism, Nov. 2011
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