Schlafstörungen

Fibromyalgie und Schlafstörungen

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Schlafprobleme stehen im Zusammenhang mit Fibromyalgie

Norwegische Forscher haben entdeckt, dass Schlafprobleme die Chance für Fibromyalgie bei Frauen steigern.

Außerdem stieg das Risiko für Fibromyalgie in Relation zur Schwere der Schlafprobleme.

Die Forscher entdeckten auch, dass der Zusammenhang stärker im mittleren Alter und bei älteren Frauen als unter jüngeren Frauen war.

Die Studie erschien in der Zeitschrift Arthritis & Rheumatism, herausgegeben von Wiley-Blackwell durch American College of Rheumatology (ACR).

Experten schätzen, dass Fibromyalgie - ein chronisches Schmerzsyndrom (das Muskeln und Knochen involviert) - mehr als 5 Millionen Menschen in den USA ab dem Alter von 18 betrifft. Vorherige Studien zeigten, dass das Syndrom normalerweise im mittleren Lebensalter beginnt und in 90 Prozent der Fälle Frauen betroffen sind.

Während vorherige Forschungen herausgefunden hat, dass Insomnia, nächtliches Aufwachen, und Erschöpfung verbreitete Symptome bei Patienten mit Fibromyalgie sind, war es unbekannt, ob schlechte Schlafgewohnheiten zur Entwicklung dieses Schmerzsyndroms beitragen.

Die Studie basierte auf Daten von zehn Jahren von einer bevölkerungsbasierten Gesundheitsstudie. Die Forscher wählten 12.350 Frauen, die von Schmerzen und Bewegungsstörungen in Muskeln und Knochen frei waren für die gegenwärtige Studie.

Weibliche Teilnehmer, 20 jährig und älter, nahmen an der Studie durch Beantworten der gesundheitsbezogenen Fragebögen und klinische Untersuchungen teil.

"Unsere Befunde zeigen einen starken Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Fibromyalgierisiko bei erwachsenen Frauen", sagte Dr. Mork.

"Wir fanden, dass Frauen, die oft von Schlafproblemen berichteten, ein größeres Risiko der Fibromyalgie hatten als jene, die nie Schlafprobleme hatten."

Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Nachtestung 327 Frauen Fibromyalgie entwickelt hatten - was einem Snteil von 2,6 Prozent in 10 Jahren darstellt.

Jedoch war das Risiko unter Frauen, die von Schlafproblemen berichteten, mehr als 3-5mal größer.

Die Autoren schlagen vor, dass weitere Studien gebraucht werden, um zu untersuchen, ob Früherkennung und Behandlung der Schlafstörung das Risiko der Fibromyalgie bei Frauen reduzieren können.
Quelle: Arthritis & Rheumatism, Nov. 2011
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