Kognitive Psychologie

Computer und emotionale Intelligenz

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Kann ein Computer emotional intelligent sein?

Es könnte sein, dass Computer bald in der Lage sein werden, menschliche Emotionen zu lesen, laut Forschern der Universität von Cambridge.

"Wir bauen emotional intelligente Computer, die meine Gedanken lesen können und wissen, wie ich mich fühle", sagte Peter Robinson, Ph.D, ein Professor, der ein Team führt, das entschlossen ist, die Rolle von Emotionen bei Mensch-Computerinteraktionen zu erkunden. Seine Forschung ist im Film The Emotional Computer hervorgehoben worden.

"Computer sind wirklich gut darin, zu verstehen, was jemand eintippt oder sogar sagt. Aber sie müssen verstehen, nicht nur was ich sage, sondern auch wie ich es sage" sagte Robinson.

Menschliche Emotionen werden durch Gesichtsausdrücke, Ton der Stimme und Körpersprache verstanden. Sogar wenn eine Person mit einem Computer interagiert, bringt sie immer noch diese emotionalen Hinweise an, aber Computer sind bisher außerstande gewesen, sie zu entziffern.

Das Universität von Cambridge Forscherteam arbeitet eng mit dem Universitätsteam des Autismus-Forschungscenter und Professor Simon Baron-Cohen zusammen. Die Forscher dort kennen die Schwierigkeiten, die Personen mit Autismus haben Emotionen zu verstehen, und dieses Wissen ist äußerst hilfreich in der Computer-Mensch Interaktionsforschung.

Da Gesichtsausdrücke solch ein wichtiger Aspekt sind, Emotionen zu lesen, wurde ein System entwickelt, um die Gesichtszüge einer Person zu verfolgen und dann die Gesichtsbewegungen zu analysieren, um Emotionen aus ihnen zu schließen. Es ist genau mehr als 70 Prozent der Zeit, was ungefähr der Genauigkeit eines menschlichen Beobachter entspricht.

Andere Emotionslese-Rechnersysteme schließen Emotionen aus dem Analysieren von Sprachintonation, Körperhaltung oder Gesten.

"Sogar in etwas so einfachem wie einem Auto müssen wir wissen, ob der Fahrer sich konzentriert oder verwirrt ist, so dass wir es vermeiden können, ihn mit Ablenkungen eines Mobiltelefons, dem Radio, oder einem Satellitennavigats-System zu überfordern" sagte Ian Davies, ein Mitglied von Robinsons Team.

Robinson möchte nicht nur, dass Computer in der Lage sind, Emotionen zu lesen, sondern er bemüht sich auch, damit Computer in der Lage sind, Emotionen auch auszudrücken, wie in der Form einer Cartoonanimation oder eines physischen Roboters. Verschiedene Teammitglieder haben beim Schaffen dieser Formen gearbeitet und ihnen glaubhafte menschliche Ausdrücke gegeben.

"Das Team muss Ergebnisse von vielen Disziplinen kombinieren, und dies ist nötig für viele Forschungsprobleme in der Informatik. Wir müssen verstehen, dass Psychologie, Signalverarbeitung und statistisches maschinelles Lernen als auch Systemtechnik diese Probleme angeht. Weil die Universität Experten auf all diesen Feldern hat, ist es eine perfekte Stelle, um die Forschung zu machen."
Quelle: Cambridge University, Jan. 2010
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