Depression

Trauma in Kindheit

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Trauma in Kindheit ändert Physiologie und Depressionsrisiko

Jüngste Forschungen sagen, dass Stress und Trauma während der Kindheit anhaltende Gehirnänderungen verursachen können und zu psychosozialen Störungen im Erwachsenenalter führen.

Genauer, scheint physischer, sexueller oder emotionaler Missbrauch in der Kindheit die Reaktion einer Person auf Streß zu ändern und der Person ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Depression mitzugeben.

Kate Harkness, Ph.D., die die Rolle von Stress und Trauma ausgiebig studiert hat, glaubt, dass das Trauma in der Jugend die neuroendokrine Reaktion einer Person auf Stress ändert. Sie entdeckte, dass Jugendliche mit einer Geschichte von Misshandlung und einer leichten Depression viel mehr vom Streßhormon Cortisol freigaben, als es normal ist.

Die Überschusshormonfreigabe trat als Antwort auf normale psychologische Stressoren auf, wie eine Rede zu halten oder einen schwierigen arithmetischen Test zu lösen.

"Diese Art von Reaktion ist ein Problem, weil Cortisol Zellen in Bereichen des Gehirns tötet, die das Gedächtnis kontrollieren und Emotion regulieren", sagte Harkness. "Nach einiger Zeit können Cortisolebenen das Risiko einer Person für schwerwiegendere endokrine Beeinträchtigungen und Depressionen aufbauen und erhöhen."

Die Forscher glauben, dass die Folgen gefunden werden können unter Jugendlichen mit einer Geschichte von Misshandlung und sich zeigender schwerwiegender Depression. Bei diesen Personen, stellten die Forscher endokrine Systeme fest, die nicht auf eine normale Art reagierten.

Diese Ergebnisse sind wichtig, weil sie zeigen, dass umgebungsbedingte Beanspruchungen in der Kindheit die Funktion des Gehirns auf Arten ändern, so dass schwerwiegende psychische Krankheiten wie Depression entstehen und/oder bestehen bleiben können.

Harkness, außerordentliche Professorin der Psychologie der Queen's University in Ontario, Canada zeigte ihre Befunde vor kurzem beim International Society for Affective Disorders Conference in Toronto.
Quelle: International Society for Affective Disorders Conference, Mai 2011
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