Depression - Angststörungen

Lebenserfahrungen --> Depression, Ängste

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Wie Lebenserfahrungen Angst und Depression beeinflussen

Während es leicht ist unsere Gene für unser Aussehen, unsere physische und psychische Gesundheit verantwortlich zu machen, hebt eine neue Forschungsstudie hervor, dass Lebenspraktiken bzw.

Erfahrungen die Art beeinflussen, wie wir leben und wie wir das managen, mit dem das Leben uns konfrontiert.

In der neuen Studie schlagen Virginia Commonwealth University Forscher vor, dass zusätzlich zu unseren Genen, Lebenserfahrungen wichtige Einflüsse auf Ängste, Sorgen und Depression sind. Die Studie ist in der Zeitschrift Psychological Science online erschienen und wird bald in Druckausgabe herausgegeben.

"In dieser Zeit, in der die Betonung der Gene für diese und jene Eigenschaft verkündet wird, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass unsere Umwelterfahrungen auch Wichtiges dazu beitragen, wer wir als Personen sind ", sagt der Forscher Kenneth Kendler M.D.

"Als ich aufwuchs, sagte man beim Diskutieren über die Wichtigkeit einer guten Ernährung: 'Du bist, was Du ißt', Was diese Studie zeigt ist, dass zu einem wesentlichen Grad gilt: 'Du bist, was Du erfahren hast'. Das heißt, Ihre Lebensgeschichte, Ihre Erfahrungen bleiben und nehmen Einfluß auf Sie, im Schlechten oder Guten", sagte er.

Kendler und ein internationales Team von Forschern von der VCU und anderen Universitäten analysierten neun Datensätze mit mehr als 12.000 identischen Zwillingen mit Symptomen von Depression und/oder Angst (Angststörungen) während ihres Lebens.

Durch das Studieren von identischen Zwillingen haben Forscher (ein Paar von) Personen, die mit identischen genetischen Informationen und einer gemeinsamen Familienumgebung geboren werden.

Ihre Umgebungen können beginnen sich zu ändern, wenn sie beginnen, divergierende Entscheidungen zu treffen, wenn sie älter werden, in Bezug auf Lebensstil, Ernährung oder Freunde.

Die Teilnehmer erstellten Berichte, die sich auf ihre eigenen Symptome der Ängste und Depression bezogen, in einer fünf- bis sechsjährigen Periode. Die Teilnehmer variierten im Alter und waren von amerikanischer und europäischer Herkunft.

Entsprechend Kendler wurden statistische Modelle verwendet, um zu beobachten, wie sich die Bestandteile einzelner Variationen über die Zeit änderten.

Das Team beobachtete, dass als die Zwillinge von der Kindheit in das späte Erwachsenenleben entwickelten, ihre jeweiligen Ausprägungen der Ängste oder Depression in ihren späteren Jahren individualisiert und dann stabilisiert wurden.

Die Forscher bemerken, dass die Umwelterfahrungen beträchtlich zu den interindividuellen Differenzen bei den Ängsten und der Depression im mittleren Erwachsenenalter beitrugen.
Quelle: Psychological Science, Okt. 2011
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