Demenzkrankheiten

Humor und Lachen bei Demenz

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Humor-Therapie hilft bei Demenz

Eine neue Studie verwendet Humortherapie anstatt Antipsychotika, um mit Aufregung und Aggressionen bei Patienten mit Demenz umzugehen.

Der Ansatz vermeidet die ernsten Nebenwirkungen und Medikamenten-Wechselwirkungen, die oft bei Antipsychotika auftreten.

Die australische Studie ist die erste größere Studie über die Wirkung von Humor-Therapie auf Stimmung, Erregung, Verhaltensstörungen und soziales Engagement bei Demenz-Patienten.

Die Teilnehmer zeigten sowohl kurzfristige als auch bleibende Verminderung bei den Stimmungsaufwallungen, laut Hauptforscher, Dr. Lee-Fay Tief.

Die Studie umspannte 36 australische Senioren-Wohn-Fürsorge-Einrichtungen und schloss die Rekrutierung und Ausbildung eines Mitarbeiters ein, um als ein "LaughterBoss" (Lach-Humor Chef) zu wirken.

Diese Person arbeitete mit einem Humor "Praktizierenden" mit komediantischen und Improvisationsfertigkeiten nicht unähnlich "Clown-Ärzten", die in Krankenhäusern tätig sind, um die Erholung und Stimmung bei Kindern zu fördern.

Das Kernprogramm "Play Up", liefert eine spielerische Beziehung zu den Bewohnern und den Mitarbeitern in der Fürsorge, besonders zu Personen mit Demenz.

Wie das Bevölkerungsalter, so macht die Bevölkerung der "älteren, alten" - jene über dem Alter von 85 Jahren aus. In dieser Kohorte haben 22 Prozent der Menschen Demenz - ein Ausdruck, der bis zu 60 verschiedene Konditionen beschreibt, die ähnliche neurodegenerative Änderungen im Gehirn verursachen.

Zwischen 70 und 80 Prozent der Menschen, die an Demenz leiden, sind von Stimmungsaufwallungen betroffen, worunter dann Patienten mit der Krankheit und ihren das Personal leiden.

"Aufgeregtes Verhalten schließt physische und verbale Aggression, Umherwandern, Schreien und sich wiederholendes Verhalten und Fragen ein. Dies ist eine Herausforderung für die Mitarbeiter und zeigt oft an unerfüllte Bedürfnisse und Verzweiflung der Bewohner in den Fürsorgeneinrichtungen", sagt Dr. Low.

Die Studie fand eine 20-prozentige Herabsetzung bei der Erregung durch Humor-Therapie, eine mit der üblichen Verwendung von antipsychotischen Medikamenten vergleichbare Verbesserung.

"Dies zeigt, dass Humor- bzw. Lach-Therapie vor einer Behandlung bei Stimmungsaufwallungen mit Medikamenten berücksichtigt werden sollte, wegen der Nebenwirkungen."

Außerdem zeigten die Teilnehmer der Studie verminderte Erregung nicht nur während des 12 Wochen andauernden Humor-Therapieprogramms, auch war sie noch 26 Wochen später niedriger.

Zufriedenheit und positives Verhalten nahmen über die 12 Wochen des Programms zu; jedoch fielen sie, sobald die Besuche der Humor-Therapeuten aufhörten.
Quelle: The University of New South Wales, Oktober 2011
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