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Antiepileptika und suizidales Verhalten
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt Bescheide zu Antiepilepta und suizidalem Verhalten und Suizid an die betreffenden Pharmakaunternehmen heraus, wonach die entsprechenden Warnhinweise zu ändern bzw. zu vervollständigen sind.
Betroffen sind die Wirkstoffe der Psychopharmaka bzw. Antiepileptika: Carbamazepin, Clobazam, Clonazepam, Ethosuximid, Felbamat, Gabapentin, Kaliumbromid, Levetiracetam, Mesuximid, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon,
Sultiam, Tiagabin, Topiramat, Valproinsäure, Vigabatrin.
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Die Warnhinweise sollen wie folgt ergänzt werden:
"Suizidgedanken und suizidales Verhalten
Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika
in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter,
placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das
Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung
dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit
eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von (betreffendes Antiepileptikum) nicht aus."
Patienten sollten bei Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen
Verhaltensweisen überwacht und eine entsprechende Behandlung sollte überlegt werden.
Die Patienten (bzw. deren Betreuer) soll der Rat gegeben werden, bei Auftreten von Selbstmordgedanken oder suizidalem Verhalten umgehend medizinische Hilfe einzuholen.
Die Gebrauchshinweise sollen wie folgt ergänzt werden:
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von (obige Antiepileptika):
"Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie (obige Antiepileptika) behandelt wurden,
hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie
zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in
Verbindung."
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Es gibt also Berichte über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten (Suizidalität) bei Patienten, die
mit antiepileptischen Medikamenten in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, einschließlich
Epilepsie und bipolare Störungen.
Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, April 2011
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