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Antidepressiva - Warnung der EU Gesundheitsbehörde

Die medizinische Regulierungsbehörde der EU hat eine Warnung mit hoher Dringlichkeit betreffend Antidepressiva herausgegeben. Es sollen Ärzte und Eltern gewarnt werden, da zwei Arten von Antidepressiva besonders für Kinder und Jugendliche gefährlich wären.

Ein Experten-Kommittee stellt fest, daß Prozac-ähnliche Serotonin Wiederaufnahme Hemmer (SSRI) und Serotonin-Norepinephrine Wiederaufnahme Hemmer (SNRI) mit erhöhtem Suizidverhalten und feindseligem Verhalten in Verbindung zu bringen seien.



"Es sei daher eine Dringlichkeitswarnung an sämtliche Länder der EU herauszugeben, an alle Ärzte und Eltern. Ihnen sei anzuraten diese Antidepressiva nicht Kindern und Jugendlichen zu geben."

Diese Warnung ist das letzte Zeichen eines weltweiten Abfalls vom Gebrauch von Prozac-typ Pillen bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der Beweise, daß diese Antidepressiva suizidales und aggressives Verhalten fördern.

Die meisten dieser Antidepressiva seien nur für den Gebrauch von Erwachsenen geprüft worden. Doch die Ärzte hätten sie manchmal auch gegen die Gebrauchshinweise bei Kindern angewandt.

Einige der Antidepressiva seien auch für den Gebrauch bei Kindern bei z.B. Hyperaktivität zugelassen (Eli Lilly and Co's Strattera). Der Sprecher der EU Martin Harvey sagte, die neuen Warnungen sollten nicht die Anwendung in solchen Fällen blockieren.

Im Fall von Strattera, sagte Harvey, es gäbe keine Verbindung zu suizidalen Verhaltensweisen, aber die Experten meinten, daß dieses Antidepressivum einen Warnhinweis auf Nebenwirkungen wie aggressives und feindseliges Verhalten tragen sollte.

Die Warnungen schlossen folgende Antidepressiva ein:
GlaxoSmithKline Plc's Paxil, oder Seroxat; Lundbeck's Antidepressiva Celexa und Lexapro; Pfizer Inc's Zoloft; Wyeth's Effexor; Akzo Nobel's Remeron; und zwei andere Antidepressiva von Lilly, Cymbalta and Prozac.

Quelle: London Reuters - 25 April 2005



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