Psychopharmka - Antidepressiva

Auswirkung von Antidepressiva

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Antidepressiva können Zellen auf vielen Ebenen beeinflussen

Es zeigt sich, dass die Klasse der Antidepressiva, genannt: Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder SSRI, viele Auswirkungen auf menschliche Zellen haben.

In einem in der August 2010 Ausgabe von Genetics veröffentlichten Bericht benutzten Forscher Hefezellen, um sekundäre Medikamentenziele oder Wege zu identifizieren, die von Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern betroffen sind. Solche sekundäre Pfade könnten helfen zu erklären, warum unterschiedliche Menschen, die dasselbe Medikament nahmen, verschiedene Wirkungen erfahren können, und könnten auch insgesamt zu neuen Arten von Psychopharmaka führen.

"Wir hoffen, dass unsere Studie beginnt, die volle Breite von pharmakologischen Wirkungen von Antidepressiva auf die zellulare Physiologie aufzuhellen", sagte Ethan O. Perlstein, Ph.D, ein Forscher beteiligt an der Arbeit vom Lewis-Sigler Institut für integrative Genomik an der Princeton Universität in New Jersey. "Weiterhin wertet unsere Arbeit die Vorstellung aus, dass es sein kann, dass einfache Modellorganismen nützlich für die Studien komplexer menschlicher Krankheit sind."

Im Bewußtsein, dass das Antidepressivum Sertralin (Zoloft) in grösseren Mengen toxisch für Hefezellen ist, wandten die Wissenschaftler eine tödliche Dosis auf Millionen von Hefezellen an und konzentrierten sich auf einige, die gegen die Psychopharmaka immun wurden.

Die Forscher identifizierten die zugrunde liegenden Mutationen in jenen Zellen und benutzten dann genetische, biochemische und elektronen-mikroskopische Bildaufbereitungs-Techniken, den Widerstand auf der molekularen Ebene zu charakterisieren. Ihre Ergebnisse schlagen vor, dass es sein kann, dass Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer tatsächlich mehrere Zellprozesse beeinflussen, wenn sie Nichteiweiß Ziele wie Phospholipid-Membrane einschließen.

Außerdem demonstrieren die Ergebnisse der Studie, dass Sertralin auf intrazelluläre Membrane zielt, und Pfade moduliert, die mit dem Vesikel-Transfer verbunden sind, die sowohl in Hefe als auch menschlichen Zellen vorhanden sind. Vesikel-Transfer spielt eine wichtige Rolle darin wie neurale Synapsen sich entwickeln und funktionieren. Mehr Arbeit ist notwendig, die genaue klinische Relevanz dieser sekundären Medikamentenziele zu bestimmen.

"Es ist keine Frage, dass Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Tausenden von Menschen bei psychischen Störungen / Problemen helfen, aber es gibt immer noch ein Geheimnis darüber, wie sie uns helfen," sagte Mark Johnston, Chefredakteur von der Zeitschrift Genetics. "Diese Studie ist ein erster Schritt in Richtung uns eine umfassende Lösung dafür zu geben, wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer arbeiten, und sie könnte Türen zu ganz neuen Therapien öffnen."
Quelle: Genetics, August 2010
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