Psychopharmaka

Antidepressiva

Autor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, Copyright

Antidepressiva-Kombinationen nicht besser als Monotherapie

Reaktions- und Remissionsraten scheinen sich zwischen zwei antidepressiven Medikamenten-Kombinationen und Monotherapie mit einem selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer nicht zu unterscheiden; jedoch, kann es ernstere ungünstige Wirkungen bei einer Antidepressiva-Kombination zu geben, nach einer online am 2. Mai in The American Journal of Psychiatry herausgegebenen Studie.

A. John Rush, M.D. von der Duke-National University von der Singapur Graduate Medical School, und Kollegen randomisierten 665 ambulante Patienten (an sechs Vorsorge und neun psychiatrischen Standorten) mit zumindest moderat schweren nicht psychotisch chronischen und/oder wiederkehrenden Major Depression Störung auf Gruppen zu Escitalopram (bis zu 20 mg/Tag) plus Placebo, Bupropion (bis zu 400 mg/Tag) plus Escitalopram (bis zu 20 mg/Tag) oder Venlafaxin (bis zu 300 mg/Tag) plus Mirtazapin (bis zu 45 mg/Tag).

Nach 12 Wochen fanden die Forscher, dass Remissions- und Reaktionsraten und die meisten sekundären Ergebnisse, inklusive Last der Nebenwirkungen, ungünstige Auswirkungen, Lebensqualität, Funktionieren, und Zermürbung - nicht unterschiedlich unter den drei Behandlungsgruppen waren.

Die Remissionsraten waren 38,8-prozentig für Escitalopram-Placebo, 38,9 Prozent für Bupropion-Escitalopram und 37,7 Prozent für Venlafaxin-Mirtazapin. Die Reaktionszeiten rangierten zwischen 51,6 und 52,4 Prozent.

Verglichen mit Escitalopram-Placebo, war die Durchschnittszahl von ernsten ungünstigen Auswirkungen höher für Venlafaxin-Mirtazapin (5,7 gegen 4,7). Nach sieben Monaten waren die Remissions- und die Reaktionsraten als auch die sekundären Ergebnisse nicht bedeutend verschieden.

"Zusammenfassend gab es keinen Vorteil bei ambulanten Patienten mit chronischer und/oder wiederkehrender Major-Depression-Störung für eine Antidepressiva-Kombination gegenüber Escitalopram allein als eine erste Stufenbehandlung für nicht beständige Depression", schreiben die Autoren.

Forest Pharmaceuticals, GlaxoSmithKline, Organon und Wyeth Pharmaceuticals lieferten kostenlos Medikamente für diese Studie. Mehrere Autoren offenbarten finanzielle Beziehungen zu diesen Unternehmen und anderen Pharmakonzernen.
Quelle: The American Journal of Psychiatry, Juni 2011
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