Psychopharmaka: SSRIAntidepressiva (SSRI) und ThrombozytenaggregationshemmerAutor: Dipl.Psych. Christian Hilscher, CopyrightAntidepressiva mit Blutverdünnern: Höheres Risiko für HerzpatientenHerzinfarkt-Patienten, die sowohl Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmstoffe (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor - SSRI) Antidepressiva als auch Thrombozytenaggregationshemmer oder Thrombozytenfunktionshemmer wie Aspirin oder Plavix (Clopidogrel) nehmen, haben ein höheres Risiko zu bluten, als jene, die nur Anti-Gerinnungs-Medikamente nehmen, stellt eine neue Studie fest.Geläufig verschriebene Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer sind z.B. Zoloft (Sertralin), Prozac (Fluoxetin), Paxil (Paroxetin) und Lexapro (Escitalopram) ein. Blutverdünner, bzw. Thrombozytenaggregationshemmer oder Thrombozytenfunktionshemmer hindern Blutzellen daran, zu verklumpen und Blutgerinnsel zu bilden. Herzinfarkt-Patienten werden gewöhnlich Blutverdünner verschrieben, um ihr Risiko eines weiteren Herzinfarkts zu reduzieren. Aber es gibt ein gesteigertes Risiko für Blutungen, welches sogar durch andere Medikamente, die zur gleichen Zeit eingenommen werden, noch gesteigert werden kann. Häufig haben viele Herzinfarktpatienten Depressionssymptome und ihnen werden Antidepressiva verschrieben, bemerken die Forscher der McGill Universität in Montreal.
"Letztlich müssen Kliniker die Nutzen der SSRI Therapie gegen das Risiko von Blutungungen bei Patienten mit Major Depression, die einem akutem Herzinfarkt folgt abwiegen", schrieben die Forscher in einer Zeitschriftenpressemitteilung. Sie drängten Ärzte dazu, vorsichtig beim Verordnen von Antidepressiva bei Herzinfarktpatienten, die Blutverdünner verkamen, zu sein. Quelle: Canadian Medical Association Journal, Oktober 2011 Kommentare (0) - Kommentar abgeben |
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