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Angst- und Stressbewältigung



Stress durch Angst vor Neuem (Neophobie) senkt Lebenserwartung


Die andauernde Angst vor Neuem (Neophobie) kann die Lebenserwartung beträchtlich reduzieren. Diese Angst kann (so die Forscher) bereits im Alter von 14 Monaten festgestellt werden. Eine einzige Abweichung vom Gewohnten kann sie auslösen. Die betroffenen Menschen sind extrem schüchtern und entwickeln in jeder neuen Situation Angstgefühle.

Forscher um Sonia Cavigelli von der Univerität Chicago untersuchten Ratten mit Neophobie (laut Forscher mit Kleinkindern vergleichbar). Die Wanderratten (Rattus norvegicus) wurden einer neuen Umgebung ausgesetzt. Das Verhalten der Ratten wurde unter zuhilfenahme mehrerer Blutproben untersucht. Die Ratten wurden dann wieder aus dieser Umgebung entfernt. Es wurde eine Eigenschaft der neuen Umgebung verändert und anschließend die Ratten wieder zurückgebracht. Extrem ängstliche Ratten (bewegen sich nicht viel in neuer Umgebung) hatten einen deutlich höheren Glucocorticoid-Hormon-Spiegel (Stress-Hormon) als entdeckungsfreudigere Ratten. Die gleichen Hormone werden in Notfällen oder bei Stress auch beim Menschen ausgeschüttet.



Im zweiten Teil der Studie untersuchten die Forscher vierzehn Lebensgemeinschaften (mit je 3 Ratten) in denen jeweils eine Ratte mit Neophobie war, von der Geburt bis zum Tod. Dabei stellte sich heraus, daß Ratten mit Neophobie bis zu sechs Monate früher verstarben als ihre Mitbewohner. Die ständig erhöhten Werte der Stress-Hormone beeinträchtigen der Betroffenen und richten körperliche Schäden an, die dann zum vorzeitigen Tod führen können.

Quelle: National Academy of Sciences (2003)


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