Psychologie LexikonSuchtDefinition: Der Begriff Sucht bezeichnet ein psychologisch / medizinisches Syndrom bzw. Krankheitsbild. Andere Begriffe, die die gleiche Bedeutung haben, sind: Abhängigkeit, Abhängigkeitssyndrom (dazu hier). Eine Sucht oder die Suchtkrankheit ist das Verlangen nach einem Erlebniss, nach einer Droge, nach einer Handlung, die einen starken Stimulus bietet. Dieser Reiz stellt eine Befriedigung /Erlösung in Aussicht, diese ist aber nur nur kurzer Dauer, sodass der Süchtige schnell wieder versucht sich seiner Droge zu bemächtigen. Süchte kann sich auf verschiedene Arten etablieren: z.B. siehe Fünf-Faktoren-Modell der Sucht. Es gibt noch andere Definitionen der Sucht: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909 schreibt: Sucht, soviel wie Leidenschaft (s. d.). – In der Medizin ein veraltetes Wort, das nur noch in Zusammensetzung vorkommt, wahrscheinlich gleichen Stammes mit »Seuche« und »siechen«, früher ganz allgemein Krankheit, hat sich dann erhalten in Schwind-, Wasser-, Fett-, Gelbsucht etc. Karl Ernst Georges: Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch. Hannover und Leipzig 1910: Sucht, studium (der innere Trieb u. Drang zu etwas), – cupiditas (die Begierde). – aviditas (die Gier, heftige Begierde), alle: nach etwas, alcis rei od. m. Genet. Gerundii (z.B. pecuniae, gloriae: u. imitandi cup.). – die ansteckende S., contagio (z.B. imitandi belli): krankhafte S., morbus (vgl. »Manie«). – S. zu gefallen, s. Gefallsucht. – die fallende S., s. Epilepsie. Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig 1907: Sucht heißt die beharrliche, leidenschaftliche und daher unvernünftige Begierde, mag ihr Gegenstand gut oder schlecht sein. Vgl. Leidenschaft, Hang, Neigung, Habsucht. |
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