Psychologie LexikonPsychische KrankheitenHypochonderDefinition: Ein Hypochonder (veralt.: Hypochondriacus, Hypochondrist) ist ein eingebildeter Kranker. Anders als der Simulant heuchelt der Hypochonder seine Erkrankung aber nicht, sondern er glaubt wirklich an seine Krankheitssymptome bzw. seine Erkrankung.Jedoch lassen sich beim Hypochonder normalerweise ebensowenig organische Ursachen für seine Krankheiten finden wie beim hysterischen Kranken. Der an Hypochondrie Erkrankte möchte Zuwendung und Liebe, die er anders nicht glaubt bekommen zu können. Besondere Formen der Hypochondrie: Parasitosis: Person glaubt, in ihr würden Parasiten leben; Bromosis (lat. bromus 'Gestank'): Person glaubt, sie würde stinken; Dysmorphophobia: Person glaubt, sie ist missgebildet oder sehr hässlich. Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880:Der Hypochonder ist bald curirt, wenn ihn das Leben recht cujonirt. Dr. Theod. Mayenne, Leibarzt englischer Könige, verordnete den Hypochondristen eine Salbe zum Einreiben, die aus Ottern, Regenwürmern, jungen Wölfen, Schweinefett, Ochsenknochen, Hirschmark und Fledermäusen bereitet war. |
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