DepersonalisationPsychische Störungen, Erkrankungen: DepersonalisationDefinition DepersonalisationUnter einer Depersonalisation versteht man ein Gefühl der Entpersönlichung, eine Störung des Ich-Erlebens, Ich-Emfindens. Wahrnehmung, Körperempfinden, Fühlen und Denken werden auf Dauer oder wiederholt als dem Ich fremd bzw. nicht zugehörig empfunden. Depersonalisation kann ein Merkmal von z.B. Angststörungen (Panikattacken), Burnout, dissoziative Störungen (siehe ICD-10 Beschreibung zu dissoziative Störungen), etc sein. Eine Depersonalisationsstörung beinhaltet wiederkehrende Depersonalisationen.Symptome einer Depersonalisation bzw. DepersonalisationstörungSymptome der Depersonalisation sind nach DSM-IV: "Die Person kann sich wie ein Roboter fühlen oder als ob sie in einem Traum oder in einem Film leben würde. Möglicherweise empfindet die Person so, als wäre sie ein außenstehender Beobachter der eigenen geistigen Prozesse, des eigenen Körpers oder einzelner Körperteile. Verschiedene Arten von sensorischer Unempfindlichkeit, Mangel an emotionalen Reaktionen und das Gefühl, das eigene Handeln einschließlich der Sprache nicht völlig beherrschen zu können, sind häufig vorhanden. Personen mit einer Depersonalisationsstörung halten eine intakte Realitätsprüfung aufrecht."Statistik bzw. Prävalenz der DepersonalisationLebenszeit-Prävalenz einer Depersonalisationsstörung: unbekannt. 50 % aller Erwachsenen erleben eine einzelne, kurze Episode von Depersonalisation (üblicherweise geht eine schwere Belastung voraus - nach lebensbedrohenden Gefahren entwickeln ca. 1/3 eine Episode von Depersonalisation). 40 % wegen einer psychischen Störung stationär behandelten Patienten erleben eine Depersonalisation.Bücher zum Thema Depersonalisation / Depersonalisationsstörung
Das Gefühl, ein No-Body zu sein. Depersonalisation, Dissoziation und Trauma. Eine Einführung für Therapeuten und Betroffene von Berit Lukas Wie ist das, wenn Menschen sich plötzlich nicht mehr spüren können, ihre Wahrnehmung sich verändert oder sie sich selber im Spiegel nicht mehr erkennen können? Das Gefühl, ein No-Body zu sein versucht, Einblicke in diese Erfahrenswelt (von Depersonalisationen) zu geben, die sprachlich kaum faßbar erscheint. Um möglichst nah an der Sicht der Betroffenen zu bleiben, wurden neben theoretischen Überlegungen und Erklärungsansätzen viele Originalzitate verwendet, die anschaulich das beschreiben, was erlebt oder nicht mehr erlebt wird. Depersonalisations-Symptome haben Auswirkungen auf die gesamte Lebensqualität und behindern die Menschen in ihrem Kontaktverhalten und ihrer Arbeitsfähigkeit. Dennoch werden Depersonalisations-Phänomene im klinischen Alltag häufig übersehen oder nicht richtig gedeutet und verstanden, wenn Betroffene darüber berichten. Hier kann das Buch neue Perspektiven zu einem besseren Verständnis eröffnen, da durch eine Verbindung von historischem Material, neuen Forschungsberichten und dem direkten Austausch mit Betroffenen von Depersonalisationsstörungen verschiedene Sichtweisen integriert werden. Mögliche therapeutische Interventionen werden ausführlich dargestellt und können Anhaltspunkte für die Behandlung von Depersonalisationen geben. Ergänzt wird das umfangreiche Informationsmaterial durch die persönlichen Erfahrungen von acht Betroffenen, die ihre eigene Geschichte, ihr Erleben und ihren Umgang mit der Depersonalisation erzählen. Über den Autor Berit Lukas, Psychologisch-technische Assistentin (HPG). Studium der Literaturwissenschaft, Romanistik und Amerikanistik. Längere Schreibaufenthalte in den USA und Spanien. Schwerpunkt seit 1998: Depersonalisation und dissoziative Störungen. © 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Informationen können nicht fachliche persönliche Beratung durch einen Arzt oder Psychologen ersetzen. Mit dem Inhalt von onlineberatung-therapie.de können bzw. dürfen keine Diagnosen oder Behandlungen erstellt werden. Psychologie Lexikon - Inhaltsverzeichnis - Psychologischer Berater - Psychische Erkrankungen |
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